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Revue Pamiatky a múzeá - Resümee 3/2008

21. apríla 2012

Jozef Hoššo
Archäologische Ausgrabungen im Stadtzentrum von Kremnica
Seit Herbst 2005 bis Anfang 2008 realisierte die Archäologische Abteilung der Philosophischen Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava unter der Leitung des Verfassers einige Vor- und Rettungsgrabungen im Zentrum der mittelalterlichen Bergbaustadt Kremnica (Mittelslowakei). Die Grabungen am Oberen Tor während der Rekonstruktion des Pflasters in der Kutnohorská-Straße ermöglichten eine genaue Lokalisierung und beinahe vollständige Rekonstruktion von dem ursprünglichen Grundriss eines der Haupttore der Stadtbefestigung. Dreidimensionale Funde, vor allem von Keramik, die sich in unteren Schichten an den Mauern befanden, datierten den Torbau bereits ans Ende des 14. bzw. an die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts. Zum Tor hin führte eine Straße mit harter Oberfläche verfestigt durch kleine Bruchsteine. Die Wehrmauer mit einer Breite von beinahe 2 m verlief bogenartig weiter in Richtung der Westseite der Stadtburg-Befestigung. Deren Fortsetzung erfassten die Archäologen auch bei der Ausgrabung im Areal der Münzstätte. Den Bogen der fast 1,5 m breiten Barbakan-Mauer konnte man von dessen Ostseite aus verfolgen, die bereits im Jahre 1980 bis zum östlichen Gewände des Eingangs erforscht wurde. Eine präzisere Untersuchung der Form des Tores und des Barbakans auf der Westseite war unmöglich wegen der Erweiterung des Areals der Münzstätte vor 1881 und letztlich auch wegen weiterer Umbauten in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die archäologische Ausgrabung hat trotzdem gezeigt, dass die Form des Tores mit Barbakan, niedergerissen in 1872, mit der des Unteren Tores nicht korrespondierte, wie es von manchen Forschern vermutet wurde. Außer dem Befestigungssystem entdeckte man in der Kutnohorská-Straße ein verödetes Kanalisationssystem, das auch im Areal der Münzstätte sowie unter dem Unteren Tor fortsetzte. Die Kanäle mit steingemauerten Wänden und Gewölbe sind ein Beleg des spätmittelalterlichen Kanalisationssystems der Stadt. Die archäologische Ausgrabung am Štefánik-Platz direkt im Zentrum des städtischen Denkmalschutzgebietes wurde durch die Notwendigkeit einer präziseren Lokalisation der verödeten Kirche der Jungfrau Maria in der Südhälfte des Platzes hervorgerufen. Die ältesten Erwähnungen über den Kremnitzer Platz (bezeichnet als kreisförmig) stammen aus den Jahren 1366 und 1393, doch die ersten bürgerlichen Häuser am dessen Rand werden bereits in 1331 erwähnt. Wir können mit Sicherheit sagen, dass im Jahre 1474, als hier die Lager und Läden erwähnt werden, der Platz seinen heutigen regelmäßigen Grundriss besaß. Das dominante Gebäude war die Pfarrkirche der Jungfrau Maria, die in 1393 erwähnt wird. Dieser gotische Bau wurde durch eine Barockkirche ersetzt, die in den Jahren 1733-1760 erbaut war. Infolge des Untergrabens des Platzes verursacht durch Bergtätigkeit war die Statik der Kirche so beschädigt, dass diese im Jahre 1880 abgerissen sein musste. Die archäologische Ausgrabung bestätigte einen einschiffigen gotischen Bau mit dreiseitigem Verschluss des Presbyteriums mit radialen Stützpfeilern, zu dem von der Nordseite eine Sakristei zugebaut wurde. Die Mauern des Presbyteriums und des Kirchenschiffs mit einer Stärke von 1,5 m waren so massiv, dass sie auch den jüngeren barocken Bau tragen konnten. Die abgedeckte Mauer der Sakristei auf der Nordseite des Presbyteriums überraschte mit einer außergewöhnlichen Stärke von bis zu 1,9 m, welche die Existenz eines Turms andeutet.

Zbyšek Šustek
Die Bemühung der Habsburger um eine Währungsintegration
Das Streben nach einer Währungsunion in Europa hat seinen Präzedens in den Bemühungen der Habsburger um eine Währungsintegration in Mitteleuropa, die bereits an der Wende des 15. – 16. Jahrhunderts aufgetaucht sind (in dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, zerbröckelt in zahlreiche kleine Staate mit eigenen Münzsystemen, erschienen die Bemühungen um eine Einigung sogar bereits im 14. Jahrhundert). Ein starkes Motiv zu der Währungsunion war der Anfang der Prägung von schweren Silbermünzen – Guldineren, Unciales oder Guldengroschen – in Tirol, in der Schweiz, in Kremnica (Kremnitz) und in Jáchymov (Joachimsthal). Der Wert dieser Münzen, gleich oder wenigstens nahe dem rheinischen Goldgulden, sollte den Bedarf nach einem hohen, für große Bezahlungen geeigneten Nominal sowie den Mangel an Gold für die Münzprägung lösen. Gerade dieser Münztyp sollte zur Grundlage der Unifikation werden. Deren Konzeption wurde von dem Münzkomitee in einer Versammlung in Nürnberg im April 1522 vorgeschlagen und der zweiten Nürnberger Versammlung im November 1522 vorgelegt. Die Endlösung in dieser Sache sollte die Versammlung einberufen nach Esslingen im Herbst 1524 bringen. Bei den Verhandlungen spielte eine wichtige Rolle der österreichische Erzherzog Ferdinand, Bruder vom Kaiser Karl V. und ein großer Befürworter der Unifikation. Um die Tagung zu beeinflussen, reformierte er selber noch vor der Versammlung das Münzwesen in Österreich. Dabei knüpfte er an dortige Münzreform aus den 1470er und 1480er Jahren an. Er führte zwei Sorten von Goldmünzen ein und schuf ein System von sieben Silbermünzen mit einheitlichem Feingehalt von 0,895. Die Versammlung in Esslingen hat schließlich ihren eigenen Entwurf von einheitlichem Münzsystem herausgebildet, den jedoch die deutschen Staaten ablehnten und Erzherzog Ferdinand hat ihn ebenfalls nicht angenommen. Das Interesse für eine Währungsunion hat aber nicht nachgelassen. In den Jahren 1551 und 1559 entstanden in den Versammlungen in Augsburg zwei abweichende Entwurfe von Münzordnungen, von denen jedoch keiner eine breitere Unterstützung gewinnen konnte. Ferdinand I. führte die erste Ordnung in Österreich in den Jahren 1556 – 1560 ein. Die zweite Ordnung wurde bereits 1566, nur zwei Jahre nach dem Tode von Ferdinand I. geändert. Mit dem Scheitern der beiden Augsburger Ordnungen wurden die Versuche um eine Währungsunifikation in österreichischen und deutschen Ländern für beinahe zwei Jahrhunderte unterbrochen. Die Währung wurde erst von Leopold I. im Jahre 1659 vereinigt, in einzelnen Teilen der Habsburger Monarchie hat sich jedoch das traditionelle Kleingeld erhalten. Die Funktionierung des Systems herausgebildet von Leopold I. unterbrachen nach der Thronbesteigung Maria Theresias die Kriege, die sie wegen der nicht anerkannten Legitimität ihrer Nachfolgerschaft führen musste. Wirtschaftliche Probleme der Monarchie führten zu einem Zufluss von weniger qualitätsvollen fremden Münzen. Dieses Problem hat man schließlich im Jahre 1750 durch eine deklarierte Reduzierung von Silbergehalt gelöst. Dieser Münzbasis hat sich im Jahre 1753 Bayern angeschlossen und danach auch weitere deutsche Staaten. Ohne umfangreiche Vorbereitungen kam es damit spontan zu einer Währungsunifikation der ganzen Monarchie und eines großen Teils von Deutschland, sie war aber nicht konsequent durchgeführt. Die konventionelle Währung blieb nur eine interne, de facto Papierwährung der Habsburger Monarchie.

Elena Kašiarová
Alte Bergbaukarten und -pläne im Gedächtnis der Welt
Das Staatliche zentrale Bergbauarchiv in Banská Štiavnica (ŠÚBA) sammelt Archivdokumente von Organen und Organisationen aus dem Bereich des Bergbau- und Hüttenwesens, der Geologie und verwandten Fächern aus dem ganzen Gebiet der Slowakei auf. Es ist das einzige spezialisierte Bergbauarchiv in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Österreichisch-ungarischen Monarchie, was auf die Bedeutung des Bergbaus in der Slowakei hindeutet. Die Platzierung des Archivs in Banská Štiavnica (Schemnitz) deutet wiederum auf die Sonderstellung dieser Stadt unter den Bergbaustädten der Slowakei hin. Der wichtigste Archivfond ŠÚBA ist derjenige von dem Obersten kammergräflichen Amt in Banská Štiavnica (HKG). Seit Ende des 15. Jahrhunderts hat der oberste Kammergraf und seit der Mitte des 18. Jahrhunderts das Oberste kammergräfliche Amt in Banská Štiavnica die Interessen des Herrschers im mittelslowakischen Bergbaugebiet durchgesetzt. Später erweiterten sich seine Kompetenzen, es wurde zu dem wichtigsten Leitungsorgan des Berg-, Hütten- und Münzwesens im ungarischen Teil der Habsburger Monarchie.
Der Dokumentationswert des HKG-Fonds ist einmalig und er wird auch durch eine umfangreiche Kollektion von Bergbaukarten und -plänen erhöht. Die beinahe 15 Tausend Dokumente aus dem 17. bis 20. Jahrhundert, die von etwa 1 800 Bergvermessern und bedeutenden Persönlichkeiten aus dem Bereich des Fachschulwesens, der Wissenschaft und Praxis gefertigt wurden, dokumentieren die Entwicklung von Bergbau, Bergbautechnik und Kartographie, das Aussehen von baulichen und technischen Denkmälern, die Verwandlung der Landschaft und andere Erscheinungen, Gegenstände und Personen nicht nur auf dem Gebiet der heutigen Slowakei, sondern auch in anderen Staaten Mitteleuropas. Eine Würdigung der Bedeutung dieser Kollektion, ihres Umfangs und Vollständigkeit, Reichhaltigkeit des Inhalts, hohen Darstellungsniveaus sowie der Quantität und Qualität der Autorenvertretung war die Eintragung der Bergbaukarten und -pläne aus dem Archivfond des Obersten kammergräflichen Amtes in Banská Štiavnica (HKG) in die UNESCO-Liste „Gedächtnis der Welt“ im Jahre 2007. Damit wurden sie zu einem Teil vom Dokumentationserbe der Menschheit, der besonders wichtig für die nächsten Generationen zu bewahren ist.

JAHRESPREISE 2007 DER ZEITSCHRIFT PAMIATKY A MÚZEÁ
I. Kategorie: Entdeckung – Fund – Aquisition

Magdaléna Janovská – Mária Novotná
Die neuesten Untersuchungen in Spišská Kapitula
Die St. Martins-Kathedrale in Spišská Kapitula eingetragen in die UNESCO-Liste des Welterbes ist ein einmaliges Beispiel der romanischen Architektur nicht nur in der Slowakei, sondern auch im europäischen Kontext. In den Jahren 2006 – 2007 realisierte man eine umfangreiche architektonisch-historische und kunsthistorische Untersuchung dieses Denkmals. Die Stilanalyse der Bauentwicklung lieferte neue Erkenntnisse über die Disposition des Objekts (kreuzförmiger Grundriss, die Existenz eines Querschiffs, Westwerk) sowie die bisher unerkannten und heute visuell nicht mehr lesbaren Bauetappen (romanische Auffassung der westlichen Stirnwand, ausgeprägte frühgotische Etappe aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, Renaissance-Anbau der nördlichen Sakristei, barocke Umwandlungen der nördlichen Fassade). Die erste Bauetappe der Kathedrale ist romanisch, aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Die Höhe von dem ältesten Mauerwerk deutet auf ein relativ hohes und geräumiges Gebäude hin. Im Hinblick auf die Existenz eines Benediktinerklosters auf dem unweiten Berg Pažica und kleinerer Sakralbauten direkt in Spišská Kapitula ist die St. Martinskirche höchstwahrscheinlich an einem älteren, relativ wichtigen kirchlichen Ort gebaut worden. In der zweiten Bauphase wurde eine Kirche mit dreischiffigem Grundriss erbaut, an den ein Querschiff von derselben Höhe angeknüpft hat. Dies war vermutlich mit einer Apsis beendet. Innerhalb der Kirche baute man eine gewölbte Repräsentationshalle nach Art eines Westwerks, datiert durch die dendrochronologische Analyse zum Jahre 1224. In der westlichen Stirnwand baute man bis 1235 den nördlichen Turm, in dem sich die Glocken befanden. Die Tatsache, dass die Kathedrale nicht zu Ende gebaut wurde, ist auch durch den unfertigen südlichen Kirchenturm bestätigt. Nach dem Jahre 1307 war die neue Bauaktivität vermutlich durch die Bemühung um die Bildung des Zipser Bistums hervorgerufen. Das Interieur der Kathedrale wurde mit Wandmalereien ausgeschmückt, von denen bloß die Malerei namens „Die Krönung Karl Roberts von Anjou“ aus dem Jahre 1317 erhalten blieb. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts hat man die Fronleichnamskapelle auf der Südseite der Kirche zugebaut. Sie ist gegen Ende des 15. Jahrhunderts untergegangen, u. z. durch den Anbau der Kapelle der Familie Zapolya und deren Verbindung mit dem Interieur der Kirche sowie durch das Niederreißen der Nordwand des Querschiffs. Im 17. Jahrhundert wurde das Interieur umgewandelt und die Sakristei auf der Nordseite des Presbyteriums zugebaut. Zu den barocken Änderungen der Sakristei ist es im Jahre 1706 gekommen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden große Änderungen an Dachstühlen und Dächern durchgeführt. Die letzte deutliche Bauetappe war mit neugotischen Umwandlungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden.

Jozef Medvecký
Ein Frührenaissance-Tabernakel aus dem Jahre 1497 in Nitra
Im Jahre 2007 begann eine komplette Restaurierung der monumentalen barocken künstlerischen Ausschmückung im Interieur der Basilika von St. Emmeram in Nitra (Neutra). Während der ersten Etappe der Arbeiten im Presbyterium der sog. oberen Kirche der Kathedrale bot sich die Möglichkeit herauszufinden, was sich unter der einheitlich aufgefassten Stuckdekoration und Marmorierung rund um die Pastoforium-Nische in der Nordwand des Presbyteriums erhalten hat, an die offensichtlich die Barockdekoration der Seitenwände neben dem Hauptaltar angeknüpft hat. Die kühnsten Erwartungen sind in Erfüllung gegangen als unter den Probeschnitten immer faszinierendere Details zutage gekommen sind. Der Umfang und außergewöhnliche Qualität des Befundes ermöglichten es, obwohl in einem beschädigten Zustand, den ganzen mittleren Teil von dem steinernen Frührenaissance-Tabernakel freizulegen (sein Unterteil und Ansatz fehlen bereits). Die ikonographisch exponierten Details, vor allem die Gesichter von Figuren und beflügelten Engelköpfen, sind vandalisch abgehauen. Dazu kam es höchstwahrscheinlich während der Verwüstung der Kathedrale unter der türkischen Okkupation der Nitraer Burg in den Jahren 1663 – 1664. Weitere Beschädigungen von verschiedenem Charakter wurden jedoch auch später zugefügt.
Über die Entstehungsumstände von diesem einmaligen Werk, das aus dem Ende des 15. Jahrhunderts stammt, sagen die Archivquellen vorerst nichts aus. Die Datierung zum 1497 am Ende eines zweizeiligen Textes ist aber eindeutig. Mit Hilfe der petrographischen Analysen war es möglich die Fundstelle zu bestimmen, aus welcher der angewandte „rote Marmor“ stammt – es handelt sich um den Kalksteinbruch Bányahegy im Nordwestteil des Gerecse-Gebirges in Ungarn, in dem man in den 1490ern auch das Material für die Bauwerke des Erzbischofs von Gran Ippolito d’Este und für den königlichen Palast in Visegrád gefördert hat.
Das geräumige Nitraer Tabernakel (etwa 2,85 x 1,80 m) ist mit seiner Stilreinheit und Realisationsqualität in der Slowakei vereinzelt. Es ist das Werk einer heimischen Steinhauerwerkstatt nach italienischen Vorbildern. Davon zeugt der rustikalere Charakter von figuralen Teilen und eine vereinfachte Form der pflanzlichen Ornamentik mit Vasen und Delphinen aus dunklerem Stein. Durch eine minuziöse Darstellung bezeugend die Hand eines Meisters zeichnen sich demgegenüber die Reliefs der Umrahmung aus hellem Stein (vermutlich ebenfalls aus Nordungarn). Die konnten nur in der Werkstatt von einem der italienischen Meister-Steinbildhauer entstehen, die außergewöhnlich fantasievoll das Repertoire der dekorativen Motive der frühen Florentiner Renaissance variiert haben.

Marián Majerník
Museum für Kinematographie der Familie Schuster
Am 20. Oktober 2007 eröffnete man in Medzev (Ostslowakei) unter der Anwesenheit von Rudolf Schuster, dem ehemaligen Präsidenten der Slowakischen Republik, das Museum für Kinematographie der Familie Schuster. Gleichzeitig wurde auch ein Vertrag über die Übergabe des Museums in die Verwaltung des Slowakischen technischen Museums (STM) in Košice unterschrieben. Rudolf Schuster – seit der Jugendzeit ein begeisterter Photograph und Bekenner der Filmtechnik – begann die photographische und kinematographische Technik mit der Absicht zu sammeln, in seinem Geburtshaus ein Gedenkzimmer zu eröffnen. Damit wollte er der ersten slowakischen Amateurfilmerexpedition ins Landesinnere von Brasilien in den Jahren 1927 – 1928 huldigen, an welcher sein Vater Alojz Schuster und die Gebrüder Benedik teilgenommen haben. Die Akquisition ist das Ergebnis von lebenslanger sammlerischer Mühe, welche die Pionierarbeit des Dokumentarfilms in der Slowakei dokumentiert. Es handelt sich um eine Kollektion von hölzernen 35 mm-Filmkameras aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, Amateur- und Professionalkameras von verschiedenen Formaten für die 8 mm- und 16 mm-Filme seit der 1930er sowie der Farbfernsehkameras. In der Sammlung findet man auch Filmprojektoren seit dem Jahre 1900 bis heute, Stereoskope, Lampenhäuser, Diaprojektoren und Filmerutensilien. Im Museum der Familie Schuster befindet sich nicht nur eine komplette Kollektion von kinematographischer Technik, sondern auch eine ethnographische Kollektion und Dokumente der Hütten- und Schmiedeproduktion, die im Gebiet von Medzev traditionell sind. Man findet hier auch eine Menge an Souvenirs aus Rudolf Schusters brasilianischen Expeditionen in den Jahren 1991 und 2001 benannt „Auf den Spuren meines Vaters“.

 II. Kategorie: Exposition

Barbora Glocková – Luboš Kürthy
Die Sammler von Kunst des 15. – 18. Jahrhunderts in Kremnica
Der Sammlungsfond von bildender Kunst des Münz- und Medaillenmuseums in Kremnica repräsentiert heutzutage eine interessante historische Kollektion, bisher größtenteils hinter der Tür des Depositars verborgen. Es handelt sich um eine ungroße Kollektion von Kunstwerken (etwa 150 Sammlungsstücke) aufgesammelt seit 1890 im Kremnitzer Stadtmuseum. Seit Anfang war es eine Zufalls-, oder eher Rettungssammlung von vereinzelten Gegenständen mit dem Ziel des Schutzes vor physischer Liquidation oder Export. Wertvollere Gegenstände gelangten in die Sammlung z. B. nach der Renovierung der St. Katharina-Kirche in den Jahren 1880 – 1887, nach dem Abbruch der Pfarrkirche der Seligen Jungfrau Maria auf dem Stadtplatz im Jahre 1880, oder aus dem Franziskanerkloster seit den 1950ern. Eine wesentliche Quelle von Akquisitionen des Museums waren auch Geschenke aus der Hinterlassenschaft der Bewohner von Kremnica, die noch in der Atmosphäre des kulturvollen bürgerlichen Milieus großgeworden sind (die Tradition überlebend bis zu den 1950ern). Dadurch entstand eine qualitativ und inhaltlich heterogene Kunstsammlung mit riesigem kultur-historischem und bildnerisch-ästhetischem Potenzial, das von den Autoren der Ausstellung in vollem Maße ausgenutzt wurde. Der Schlüssel zur Vereinheitlichung des innerlichen Inhaltes von dieser Sammlung war der historische Ursprung von einzelnen Werken – vor allem das Moment der privaten bürgerlichen Sammlertätigkeit, die in Kremnica wenigstens schon seit dem 16. Jahrhundert historisch belegt ist, aber auch das Originalinventar von kirchlichen Sakral- und Wohnbauten in der Zeitspanne vom 15. bis 18. Jahrhundert. Ein weiterer Grund der Präsentation war die Tatsache, dass dieser Kunstfond des Münz- und Medaillenmuseums im Laufe der letzten zehn Jahre komplett restauriert wurde.

 III. Kategorie: Ausstellung

Aurel Hrabušický – Petra Hanáková
Verlorene Zeit? Die Slowakei 1969 – 1989 in Dokumentarphotographie
Die Slowakische Nationalgalerie in Bratislava vorbereitete im Jahre 2007 ein besonderes Ausstellungsprojekt gewidmet der bisher nicht komplett präsentierten slowakischen Dokumentarphotographie der 1970er und 1980er Jahre. Die Kuratoren der Ausstellung Aurel Hrabušický und um eine Generation jüngere Petra Hanáková bemühten sich nicht nur eine gewisse Periode in der Geschichte der slowakischen Photographie vorzustellen, sondern auch die Slowakei selbst zwischen den Jahren 1969 und 1989 (die sog. Normalisierung, Verhärtung des kommunistischen Regimes nach dem Prager Frühling 1968). Der Zwischengenerationsdialog der Kuratoren profilierte die Einteilung von dem uferlosen Thema in kleinere, besser bewältigbare thematische Segmente, die das ambivalente Gefühl von dieser Periode erfasst haben. Die anspruchsvollste Phase des Projekts war eine umfangreiche Untersuchung von Quellen, die Auswahl und Einsammlung von Photographien. Da mit der dokumentaristischen Schöpferarbeit in dieser Periode eher unprofessionelle als professionelle Photographen beschäftigt waren (das richtige Dokument entsprach nicht den propagandistischen Anforderungen von damaligem Regime und man konnte davon nicht leben), suchten die Kuratoren vor allem in Archiven von regionalen Kulturzentren. Sehr hilfreich war auch eine umfangreiche Kollektion der nichtprofessionellen Photographie aus der Hinterlassenschaft von Vladimír Vorobjov, die sich im Archiv der Slowakischen Nationalgalerie befindet. Neben dem umfangreichen Katalog gehörte zu dem Projekt auch ein reiches Begleitprogramm zu der Ausstellung – unter anderem Diskussionen mit Photographen und Kuratoren der Photographie, aber auch mit Fachleuten aus dem Bereich der Gesellschaftswissenschaften und eine Serie von kommentierten Projektionen der Dokumentar- und Spielfilme aus dieser Zeit aus dem Archiv des Slowakischen Filminstituts.


 IV. Kategorie: Publikation

Mária Čelková – Mikuláš Čelko – Igor Graus
Porträte von Kammergrafen
Die Publikation „Porträte von Kammergrafen und Persönlichkeiten des Bergbau- und Hüttenwesens auf dem Gebiet der Slowakei im 17. – 19. Jahrhundert“ befasst sich mit der Geschichte des Obersten kammergräflichen Amtes in Banská Štiavnica (Schemnitz) und mit der Kollektion der Porträte von dessen Repräsentanten, die in den vergangenen 30 Jahren restauriert wurden und als Kostbarkeiten in den Dauerexpositionen der Jozef Kollár-Galerie ausgestellt werden. Das Autorentrio liefert ein komplexes Bild von der wichtigsten Bergbauinstitution in ehemaligem Ungarn (M. Čelko) und der einmaligen Kollektion von Porträten (M. Čelková) und deren phaleristischem Wert (I. Graus), welches dank seiner Zweisprachigkeit (Slowakisch – Deutsch) auch der europäischen komparativen Forschung dienen wird. Die Porträtgalerie von den Kammergrafen und Bergwerkdirektoren aus Banská Štiavnica ist interessant nicht nur aus der Sicht der Kunstgeschichte oder regionalen Historiographie, unübersehbar ist auch ihr phaleristischer Aspekt. Die Auszeichnungen abgebildet auf einzelnen Porträts sind eine wichtige ikonographische Quelle vor allem dadurch, dass sie das zeitlich bedingte Aussehen und Trageweise von einzelnen Insignien dokumentieren. Sie helfen damit das Bild von einzelnen Persönlichkeiten zu ergänzen, deuten auf ihre Verdienste hin und drücken das Ausmaß der gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Träger aus.

Jana Gregorová – Peter Mikloš
Die Suche nach kultureller Kontinuität
Die Vierteljahresrevue über die Architektur Namens „Projekt“, die von dem Slowakischen Architektenverband in Bratislava herausgegeben wird, widmet regelmäßig den Raum auch der Problematik von Denkmalrenovierung und Architektentum limitiert durch die Regulative im Denkmalschutz. Die spezielle Doppelnummer Projekt 5/6 im Jahre 2007 beschäftigte sich mit dem Thema der Suche nach kultureller Kontinuität und von den vorangehenden Konzeptionen unterschied sie sich vor allem dadurch, dass das Problem von Beschützung des architektonischen Erbes in der Slowakei im Bezug auf das Phänomen der Globalisierung interpretiert wurde. Man hat absichtlich solche Realisationen oder Renovierungsprojekte ausgewählt, die den Kriterien der Denkmalpflege in der Slowakei entsprachen. Das Ziel dieser Zeitschriftnummer war es unter anderem auch auf die Erhaltung der Kontinuität von denkmalpflegerischen Einstellungen seit der 1960er hinzudeuten (Entstehung der slowakischen denkmalpflegerischen Schule), die Tatsache zu betonen, dass der Prozess der Denkmalrenovierung auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit der von einem Architekten koordinierten Fachleute beruht und auf einen deutlichen Abfluss von technisch gebildeten Leuten im Gebiet der Denkmalpflege aufmerksam zu machen.

 V. Kategorie: Renovation – Restaurierung

Lagerhaus Nr. 7 – eine modernistische Ikone
Das Lagerhaus Nr. 7 des Bratislavaer Hafens ist ein nationales Kulturdenkmal. Es wurde in den Jahren 1921 – 1922 erbaut, mit einer Ambition, die Bedeutung des alten Bratislavaer Hafens aufs Niveau der großen internationalen Flusshäfen zu erheben. Es ist ein progressives Industrialgebäude mit virtuoser Anwendung von Stahlbeton und moderner Gestaltung der inneren Disposition als einer geräumigen Halle in jedem Stockwerk, mit Anwendung von Tragsäulen mit pilzförmigen Kapitellen im Raum. In der Komposition des Gebäudekörpers und in der Freilichtarchitektur des Lagerhauses kommt eine klassizisierende Konzeption von kathedralen- oder palastähnlichem Typ zum Ausdruck. Das Exterieur widerspiegelt den zeitgenössischen Formalismus, nach welchem die Industrialbauten mit Respekt zum historischen Nachlass und Tradition aufgefasst wurden. Das Lagerhaus Nr. 7 hat im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts verödet und in den Jahren 2004 – 2006 wurde es zum Ziel einer vandalischen Zerstörung. Heutzutage befindet es sich im Raum des vorgeplanten neuen Stadtviertels namens Zóna Pribinova in der Nachbarschaft des neuen Slowakischen Nationaltheaters und im Zentrum des Aufbaus von dem Internationalen Geschäftszentrum Eurovea.
Die Renovierung des Lagerhauses Nr. 7 war vorbereitet mit dem Ziel einer schnellen Sanierung von verödeten Oberflächen, die den Prozess einer spontanen langzeitigen Verödung und Verschließung des Gebäudes stoppen sollte, damit die gewaltsame Verletzung des Baus aufhört. Nach der Feststellung einer schwerwiegenden statischen Beschädigung der Stahlbeton-Konstruktion erweiterten sich die Bauarbeiten auf eine umfangreiche statische Sanierung. Die Renovation rettete die physische Basis und Konstruktion des Kulturdenkmals und schaffte Perspektiven für deren weitere Existenz. Durch die Freilichtrenovierung wurde dem Lagerhaus Nr. 7 sein architektonischer Ausdruck und Ästhetik eines Industrialbaus im Einklang mit seinem Originalzustand zurückgegeben. An dem Ergebnis beteiligen sich in wesentlichem Maße die qualitätsvollen architektonischen und technischen Details, gefertigt nach dem Vorbild der Originalelemente. Die Renovierung des Lagerhauses Nr. 7 ist das Beispiel einer kultivierten Rekonstruktion beruhend auf der Anerkennung von allen Originalwerten des technischen Denkmals. Sie bestätigte die Möglichkeit einer erfolgreichen Verbindung von historischem Industrialgebäude mit einer neuen Funktion im Rahmen eines anspruchsvollen urbanistischen Bildungskonzepts von neuem Stadtviertel, in dem man dem Lagerhaus Nr. 7 die Bedeutung einer modernistischen Ikone zuerkennt, die im Panorama sowie Grundriss dieser Lokalität respektiert wird. Die zeitliche Einplanung der Renovierung des Lagerhauses Nr. 7 von der Seite des Investors als einer Priorität im Rahmen des Aufbaus von dem Internationalen Geschäftszentrum Eurovea ist eine Geste der Anerkennung von den außerordentlichen Werten dieses Kulturdenkmals im gegebenen Stadtraum.

Redaktionell bearbeitet nach dem Nominierungsvorschlag des Bezirksdenkmalamtes Bratislava

Eva Spaleková
Die Statuengruppe des St. Georg aus der St. Jakobskirche in Levoča
In der Südostecke der Kapelle des St. Georg in der St. Jakobskirche in Levoča (Leutschau) ist hoch auf einer konkaven Konsole mit illusorischem gemaltem Gitter die Statuengruppe des St. Georg mit dem Drachen angebracht. Im Hintergrund befindet sich eine inhaltlich unmittelbar zusammenhängende Wandmalerei mit der legendären Szene von Befreiung der Königstochter. Die Statuengruppe bildet ein besonders wichtiges Element der Innenausstattung der Kapelle und der ganzen Kirche, denn es ist ein Werk von Meister Paul aus Levoča, einem der bedeutendsten spätgotischen Holzschnitzer im europäischen Kontext. Die Verbindung einer Statue mit Wandmalerei ist sehr ungewöhnlich und einzigartig nicht nur in der Slowakei, sondern auch jenseits ihrer Grenzen. Letztes Jahr endete die Restaurierung dieses wirkungsvollen Komplexes, realisiert von dem Regionalen Restaurierungsatelier in Levoča. Das Unternehmen wurde von der deutschen Messerschmitt Stiftung finanziert.
Die meisten Autoren, die sich mit der Arbeit von Meister Paul beschäftigen, datieren die Statuengruppe und die Malerei zum 1515, der Jahreszahl im Tympanon des Portals der St. Georgs-Kapelle. Die Restaurierung der Statuengruppe lieferte keine neuen Erkenntnisse, eine wesentlich deutlichere Verschiebung in Bewertung des Werks brachte aber die Restaurierung der Wandmalerei. Den Namen des Autors kennen wir nicht, doch auf Grund der Qualität des Gemäldes darf man annehmen, dass es kein Maler von Wandmalereien war, sondern einer, der die Technik von Tafelmalerei besser beherrschte. Und da der Autor der Statuengruppe Meister Paul aus Levoča war, nehmen wir an, der Autor der gemalten Szene könnte der Maler Hans mit dem Monogramm HT sein (d. h. Hans/Johannes T). Diese beiden Künstler waren nämlich durch eine regelmäßige und langzeitige Zusammenarbeit verbunden.


VI. Kategorie: Veranstaltung

Stanislav Mičev
Das Wagon-Projekt
Die Idee einer Wanderausstellung über Holocaust, installiert in Eisenbahnwagen, realisierte das Museum des Slowakischen Nationalaufstandes in Banská Bystrica (Neusohl) im Jahre 2007 anlässlich des 65. Jubiläums von dem Anfang der Deportationen von slowakischen Juden (25. März 1942). Die Exposition ist in zwei Eisenbahnwagen installiert, identisch mit denjenigen, die bei Deportationen verwendet wurden. Der erste Wagen ist für die Exposition bestimmt – an den Umfassungswänden ist die Geschichte der antijüdischen Maßnahmen nach dem Jahre 1938 und deren Ausmündung in zwei Deportationswellen präsentiert. Außer dem jüdischen ist hier auch der zigeunerische Holocaust in der Slowakei erfasst. In der Mitte des Wagens dokumentieren wir auf zeitgenössischen Photographien mit Texten zwanzig Schicksale von konkreten Personen betroffen von der Rassenverfolgung in 1938 – 1945. Der zweite Wagen ist leer, so wie im Laufe der Deportationen. Am Boden ist der Platz für eine Person und ein anderer für fünf Personen markiert, damit die Besucher am eigenen Leib ausprobieren können, auf welch kleinem Raum die Deportierten Personen transportiert wurden. Die Deportation wird auch mit Hilfe von Ton- und Lichteffekten simuliert. Die Besucher sind im Wagen eingesperrt, um die Authentizität des Transports zu verstärken. In dem Wagen ist ein Großbildschirm platziert, wo sich die Besucher die Aussagen von Deportationsopfern ansehen können. Diese wurden von der Stiftung von Milan Šimečka und dem Dokumentationszentrum des Holocausts zur Verfügung gestellt. Die Wanderausstellung „Das Wagon-Projekt“ hat vom 25. März bis 9. November 2007 stattgefunden. In dieser Zeit wurde sie in 30 Städten auf dem Ganzen Gebiet der Slowakei präsentiert.


Erika Nádošová
Das Kulturerbe mit Kinderaugen gesehen
Die Grundschule in der Cádrova-Straße in Bratislava hat drei Jahre mit einer Schule des 1. Grades aus der französischen Gemeinde Veigy-Foncenex in Obersavoyen und mit einer Schule des 2. Grades aus der italienischen Gemeinde Vaiano Cremasco in Lombardien an einem Projekt Namens „Erkennung von Kulturerbe und Architektur“ zusammengearbeitet. Die Schulen haben ihre internationale Partnerschaft durch das EU Bildungsprogramm Socrates-Comenius geschlossen und nachdem sie den Bedingungen der Nationalagentur nachgekommen sind, erhielten sie im Schuljahr 2005/2006 einen Zuschuss für deren Realisation.
Im ersten Jahr des Projekts arbeiteten die Schüler am Thema „Bildender Künstler“. Jede Schule hat einen Maler ausgewählt, typisch für ihr Land oder ihre Region, und nach seinem Vorbild haben dann die Kinder in Kunststunden ihre Arbeiten geschaffen. Die Bratislavaer Schule ließ sich von dem Werk von Ľudovít Fulla inspirieren. Fürs zweite Jahr des Projekts haben die Partner das Thema „Bedeutender historischer Ort in meiner Stadt oder Region“ festgesetzt. Die Bratislavaer Schule hat den Primazialpalast in Bratislava gewählt. In diesem Gebäude wurde am 26. Dezember 1805 der sog. Pressburger Frieden unterschrieben, während des Siegeszugs von Napoleon durch Europa. Nach zwei Studiumsbesuchen im Primazialpalast, orientiert auf das Exterieur (der Hut des Kardinals Batthyány, die Freske im Tympanon, die Reiterstatue des St. Georg und die Gedenktafeln erinnernd an den Pressburger Frieden) und Interieur des Gebäudes (wertvolle Gobeline aus dem 17. Jahrhundert hergestellt in England, mit Szenen aus der antiken Geschichte von Hera und Leander) haben die Schüler in Kunststunden aus Texten, Photographien und Bildwerken das Buch mit dem Titel „Primazialpalast“ in drei Exemplaren vorbereitet und zwei von ihnen dann den französischen und italienischen Partnern geschenkt. Zum Schluss realisierte man im Französischen Institut in Bratislava eine gemeinsame Ausstellung Namens „Erkennung von Kulturerbe und Architektur mit Augen der Kinder aus drei Ländern gesehen“.

VII. Kategorie: Medien

Václav Hanuliak
Zvolen und Pustý hrad. Auf den Spuren tiefer Vergangenheit.
Die Herausgabe der multimedialen Präsentation „Zvolen und Pustý hrad“ mit dem Untertitel „Auf den Spuren tiefer Vergangenheit“ auf CD-ROM ist das Ergebnis von Bemühung der Stadt Zvolen (Altsohl) und der Archäologen um möglichst komplette Informationen darüber zu bringen, was die siebzehn Jahre Untersuchungen an der verödeten Architektur der Burg Pustý hrad und die sieben Grabungskampagnen am Hauptplatz in Zvolen gebracht haben. In der Vergangenheit sind die Erkenntnisse von Grabungen durchlaufend in einem archäologischen Sammelband und in Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Für die breite Öffentlichkeit wurden mehrere Propagationsbroschüren und Serien von Ansichtskarten herausgegeben und im Jahre 2001 auch ein CD-ROM Namens „Pustý hrad und Zvolen“. Der große Umfang und auch Attraktivität von neuen Forschungsergebnissen erzwungen eine wahrlich enzyklopädische Verarbeitung, bei der sich als die passendsten die modernen Informationstechnologien erwiesen haben. Die Basis der neuen Präsentation bildet ein reiches Photoarchiv und die Fundberichte von einzelnen Grabungskampagnen. Die Autoren haben Hunderte von Diapositiven sowie die Zeichnungs- und Plandokumentation bearbeitet, in Form von 3D-Modellen schufen sie akademische Rekonstruktionen von den wichtigsten Burgobjekten und auf diese Weise haben sie ein buntes Mosaik von der archäologisch aufgedeckten Geschichte der Stadt Zvolen und der Burg Pustý hrad vorgelegt. Die Fachtexte wurden in einer leicht verständlichen und fesselnden Form in drei Sprachen nacherzählt (Slowakisch, Deutsch, Englisch). Das kleine Gestaltungsteam zusammengesetzt aus einem Editor, einem Archäologen und einem Programmierer nahm sich vor ein Medium herauszubilden, nach dem sicherlich die Schüler von Grund- und Mittelschulen, Lehrer, ausländische Besucher, Bekenner von kultureller Erkenntnistouristik und alle diejenigen greifen werden, die an der Aufdeckung der Vergangenheit auf dem Wege der archäologischen Forschung interessiert sind.

Die Jahrespreise 2007 der Zeitschrift Pamiatky a múzeá übernehmen die Laureaten persönlich bei feierlicher Eröffnung der Tage des europäischen Kulturerbes 2008 in der Slowakischen Republik am 11. September 2008 um 14.00 in der Kirche der St. Katharina in Kremnica.

Tiráž
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