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Revue Pamiatky a múzeá - Resümee 4/2011

21. apríla 2012
Martina Orosová
Das Vermächtnis der Gründer
Im Jahre 2011 feiert das Denkmalamt der Slowakischen Republik seinen 60. Gründungstag. Hinter ihm liegt bereits die Zeit des Aufbaus (Slowakisches Denkmalinstitut 1951 – 1958), der großen Forschungen (Slowakisches Institut für Denkmalpflege und Naturschutz 1958 – 1981), der wissenschaftlich-technischen Revolution (Staatsinstitut für Denkmalpflege 1981 – 1991) sowie des Chaos und der Suche nach einem neuen Weg (Slowakisches Institut für Denkmalpflege 1991 – 1994, Denkmalinstitut 1994 – 1996, Nationales Zentrum für Denkmäler und Landschaft 1996 – 1999, Denkmalinstitut 1999 – 2002). Bald werden es bereits zehn Jahre sein, dass das Denkmalamt der Slowakischen Republik existiert (2002). In der Kartierung der Geschichte der institutionalisierten Denkmalpflege in der Slowakei (ihren Anfängen von 1919 bis zum Jahre 1939 war die monothematische Nummer der Revue Pamiatky a múzeá Nr. 4/2009 gewidmet) fährt die Autorin mit der Nachkriegsperiode bis zum Ende der 1950er fort.
Nach dem Jahre 1945 und noch deutlicher nach dem Februar 1948 wurde der tschechoslowakische Staat mit einer neuen Realität im Bereich des Kulturerbeschutzes konfrontiert – in seinen Besitz gelangten zahlreiche bewegliche sowie unbewegliche Denkmäler aller Art, die bis dahin in den Händen der Privatbesitzer oder Korporationen waren. In den Nachkriegsjahren sind die Denkmäler in der Slowakei mit katastrophaler Geschwindigkeit verschwunden und der Bedarf an Errichtung einer Institution, die sich mit den Fragen des Denkmalschutzes beschäftigen würde, konnte nicht länger übersehen werden. An der Wiege standen zwei bedeutende Denkmalpfleger: Alžbeta Güntherová-Mayerová und Vladimír Wagner. Das Slowakische Denkmalinstitut wurde durch den Erlass des Betrautenamtes für Schulwesen, Wissenschaft und Kunst Nr. 9864-I/5 vom 15. März 1951 mit Wirkung vom 1. Januar 1951 gegründet. Beinahe zehn Jahre lang hat es in eingeschränkten Räumen des Slowakischen Nationalmuseums in der Uferstraße Vajanského nábrežie in Bratislava gesiedelt. Die Angestellten des Instituts haben vor allem Einmessungs- und Aufnahmearbeiten durchgeführt, anhand welcher acht städtische Denkmalschutzgebiete erklärt wurden (Banská Štiavnica, Bardejov, Kežmarok, Kremnica, Levoča, Prešov, Spišská Kapitula, Spišská Sobota). In den 1950ern hatte der Staat nicht genug Mittel um die geplante Verwandlung Hunderter von historischen Häusern in zweckmäßige und hygienische Wohnobjekte zu realisieren oder Dienste zu leisten, deswegen handelte es sich eher um Assanierung als Rekonstruktion der historischen Stadtkerne. Der Denkmalschutz wurde auch durch die Tatsache erschwert, dass bis zum Jahre 1958 kein Denkmalgesetz erlassen wurde. Die Regierungsverordnung Nr. 112/1951 Slg. über die Reorganisation der staatlichen Denkmalpflege hat den Denkmalschutz nicht als ein komplexes System von Tätigkeiten betrachtet. In der Slowakei installierte man zum Beispiel nur in fünf historischen Objekten (die Burgen Červený Kameň und Krásna Hôrka und die Schlösser Betliar, Antol und Markušovce) auch die entsprechende historische Inneneinrichtung (in Böhmen war es in 41 Objekten des staatlichen Kulturbesitzes).
Im Jahre 1954 hat das Betrautenamt für Kultur eine Reorganisation des Slowakischen Denkmalinstituts entworfen, bei der sich die Zahl der Angestellten von 32 auf 40 erhöhte. Weitere Änderungen hingen mit der legislativen Regulierung der Denkmalpflege zusammen, wo die Regierung nach einer fast zehnjährigen Vorbereitung endlich das Denkmalgesetz Nr. 7/1958 Slg. billigte. Dieses Gesetz hat für die nächsten dreißig Jahre die Richtung der Denkmalpflege in der Slowakei festgelegt. Das Slowakische Denkmalinstitut wurde zum Slowakischen Institut für Denkmalpflege und Naturschutz umbenannt.

Henrieta Žažová – Martin Bóna
Die Kirche des Hl. Michael in Demandice
Die Gemeinde Demandice befindet sich im Westteil des Eipeler Hügellandes südöstlich von Levice. Die erste urkundliche Erwähnung von dieser Ortschaft stammt aus dem Jahre 1291. Sie enthält die Namen der größten Grundbesitzer in Demandice während des Mittelalters – der Adelsfamilie Deméndy, die zu den einflussreichen Landadelgeschlechtern in der Honter Gespanschaft zählte. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist die Familie in männlicher Linie ausgestorben und ihre unbeweglichen Güter haben die Erben der weiblichen Linie für sich in Anspruch genommen. Während der türkischen Expansion in den Jahren 1663 – 1664 war das Dorf komplett entvölkert. Im 18. Jahrhundert wurde Demandice wieder besiedelt, es lebten hier einige Familien des mittleren und niedrigeren Adels (Simonyi, Blaskovics u. a.). Im 20. Jahrhundert behielt die Gemeinde ihren ländlichen Charakter mit entwickelter Agrarproduktion und Weinbau.
Die erste Erwähnung, die sich im Zusammenhang mit Demandice auf das Vorhaben, hier eine Kirche zu bauen bezieht, stammt aus dem Jahre 1317. Die Kirche wurde vermutlich unter dem Patronat der Deméndys irgendwo zwischen den Jahren 1317 – 1397 gebaut. Einige Quellen (J. Hudák) behaupten jedoch, dass die gotische Kirche aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert an der Stelle einer älteren, zum Jahre 1298 belegten Kirche errichtet wurde. Von der Existenz einer Pfarrei in Demandice zeugen die Statute der Graner Diözese aus dem Jahre 1397 sowie das Register der Äbte, Pröpste und Pfarrer, die an der vorbereiteten aber unrealisierten Provinzsynode im Jahre 1516 teilnehmen wollten.
Nach der Befreiung Ungarns von der Oberherrschaft des Osmanischen Reiches begann eine Ära von wirtschaftlichem Aufschwung und Aufklärungsreformen. In Bistümern konnten wieder Visitationen in den Pfarreien frei durchgeführt werden. Sie wurden dann zu einer wertvollen Quelle zur Erkennung der Bauentwicklung der religiösen Architektur. Aus einer von ihnen (1697) geht hervor, dass die Kirche des Hl. Erzengels Michael aus Stein gebaut und überdacht war und dass zu ihrer Einrichtung ein Altar mit dem Bild der seligen Jungfrau Maria und eine Glocke gehört haben. An die westliche Fassade wurde im Jahre 1718 ein Turm angebaut und unterhalb der ganzen Kirche errichtete man eine Krypta mit sechs abgetrennten Räumen. Ein Friedhof ohne Einfriedung befand sich gleich neben der Kirche und ein weiterer, mit drei Holzkreuzen mit Figuren aus dem Kreuzweg, war etwa 400 Schritte von der Kirche entfernt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche des Hl. Erzengels Michael stark beschädigt und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann schrittweise rekonstruiert. Im Jahre 1867 hat man das Turmdach und den Innen- sowie Außenraum der Kirche renoviert. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Pfarrei und die Kirche beschädigt. Die Kirche renovierte man in den Jahren 1956 – 1957, den Innenraum zuletzt im Jahre 1997 und den Außenraum in den Jahren 2002 – 2005.

Peter Keresteš
Ein unbekannter Sakralbau im mittelalterlichen Nitra
Auch in einer dermaßen historisch bedeutenden Stadt wie Nitra kann man noch einen unbekannten, wenn auch untergegangenen Sakralbau entdecken. Von der Kapelle des Hl. Apostels Peter existiert keine Erwähnung, weder in älterer noch in jüngerer Literatur über Nitra. Das Archiv des Magistrats, das seit dem Jahre 1680 einschließlich der Fragmente von Stadtprotokollen komplett erhalten blieb, wurde nämlich während der osmanischen Okkupation vernichtet und deswegen muss man nach den Quellen zur Geschichte Nitras im Archiv des Nitraer Kapitels, des Nitraer Bistums beziehungsweise der Nitraer Gespanschaft suchen.
Die erste wichtige Information über die Kapelle des Hl. Peters befindet sich in einer Urkunde des Nitraer Kapitels aus dem 23. Februar 1393. Den Aufbau der Kapelle könnten wir in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts einordnen, vielleicht irgendwo zwischen die Jahre 1320 – 1393. Das Patrozinium des Hl. Peters ist jedoch sehr alt und verweist auf die Zeit vor dem 13. Jahrhundert. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass dieser Bau schon vor dem 13. Jahrhundert in Nitra gestanden ist. Die Kapelle oder Kirche des Hl. Peters war nie eine Pfarrkirche und dies war vermutlich der Grund, warum über diesen Sakralbau fast keine Informationen erhalten blieben.
Eine bemerkenswerte und gleichzeitig auch die letzte urkundliche Erwähnung von diesem Bau befindet sich in den Statuten des Nitraer Kapitels aus dem Jahre 1602. Der Nitraer Bischof Franz Forgách nennt ihn nicht mehr Kapelle, sondern Kirche des Hl. Peters – ecclesia. Zur Destruktion der Kapelle oder Kirche mit dem Patrozinium des Hl. Peters kam es vermutlich um 1605. Den Untergang dieses Baus kann man mit den aufständischen Truppen von Franz Rhédey in Zusammenhang bringen. Sie eroberten am Ende die Burg und plünderten auch die Nitraer Kathedrale aus.
Die Lage der Kapelle wird vorerst nur durch die Kontinuität des Patroziniums des Hl. Peters lokalisiert, das anschließend auf das Franziskanerkloster und die benachbarte Kirche der Hl. Peter und Paul in der Oberen Stadt übertragen wurde. Die neue Kirche übernahm zum Teil das ältere Patrozinium der mittelalterlichen Kapelle aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und integrierte diesen älteren Bau vermutlich in ihren eigenen Baukörper, beziehungsweise wurde in dessen unmittelbarer Nähe gebaut. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen kleineren Sakralbau. Dreimal wird er als capella erwähnt und kurz vor seiner Vernichtung im Jahre 1602 ausnahmsweise als ecclesia. Da die Kirche mehr als zwei Jahrhunderte lang überdauert hat, kann man annehmen, dass es kein Holzbau, sondern ein ordentliches gemauertes Gebäude war. Genauere Angaben über diesen unbekannten Sakralbau im mittelalterlichen Nitra können nur durch eine archäologische Ausgrabung geliefert werden.

Peter Hudák
Die Kirche der Hl. Rosalia in Komárno
Der Ort, wo sich heutzutage die Kirche der Hl. Rosalia in Komárno befindet, war anhand älterer Katasterkarten eine lange Zeit unbebaut. Die Stadtkarte aus dem Jahre 1777 belegt an dieser Stelle einen protestantischen (kalvinischen und evangelischen) Friedhof, der nach dem Jahre 1650, beziehungsweise auch früher, nach 1598, hinter den damaligen Stadtmauern entstehen konnte. Im Jahre 1673 haben die Stadtbürger eine Konfiskation der Protestantengüter angefeuert. An der Stelle des protestantischen Friedhofs entstand ein Viehmarkt. Die Bestattungen mussten sich vermutlich in das nördlich gelegene Sumpfgebiet verschieben, wo der Friedhof auf der obengenannten Karte aus dem Jahre 1777 belegt ist. Der Friedhof am Viehmarkt begann nach dem Jahre 1781 zu verfallen (das Toleranzpatent von Joseph II.), als die Evangelischen zusammen mit den Kalvinisten bereits ihre eigene Begräbnisstätte neben dem katholischen Friedhof im Westteil der Stadt errichten durften.
Die neue Kirche der Hl. Rosalia mit Kreuzweg wurde innerhalb von einer einzigen Bauetappe gebaut, wovon die erhaltene Projektdokumentation mit dem Datum 11. Februar 1842 zeugt (im Zusammenhang mit dem Aufbau des Pressburger Tores in Komárno nach einem Projekt von Pietro Nobile entsteht die Annahme, dass das Projekt der Kirche irgendwo um das Jahr 1839 von Nobile erarbeitet sein konnte).
Die simple architektonische Morphologie der Kirche mit Kuppel im spätklassizistischen Stil zusammen mit der Konzeption des Kreuzweges auf der Innenseite der Kircheneinfriedung formen den spezifischen Charakter dieses Baus und gehören zu den signifikanten Dominanten von Komárno. Nach der Erbauung der Kirche der Hl. Rosalia wurden in ihr Interieur auch einige Teile der Einrichtung einer niedergerissenen Kirche mit Kreuzweg übertragen. Auf diese Weise gelangte hier vermutlich auch der Barockaltar der Pietà, das barocke Positiv auf der Orgelempore und die barocken Bänke im Kirchenschiff. Vielleicht erst später installierte man in den westlichen Turm eine Glocke mit der Jahreszahl 1812, die vermutlich aus der Festung stammt. Zur ursprünglichen Ausstattung des älteren Kreuzweges gehörten auch die Blechmalereien aus den Stationskapellen. Später, im Jahre 1840, wurden sie mit Blechmalereien von J. Schön ergänzt. Beim Aufbau der Kirche sowie des Kreuzweges benutzte man Bauelemente aus rosigem Kalkstein, der in der Nähe der Gemeinde Tordos abgebaut wurde. Für die Überdachung benutzte man vermutlich Blecheindeckung. Anhand der verfügbaren Literatur wurde die Kirche der Hl. Rosalia im Jahre 1844 geweiht. Dieser relativ einfache spätklassizistische Bau hat sich im folgenden Entwicklungsablauf nur minimal verändert. Bemerkenswert ist vor allem der gute Erhaltungszustand der Fenster samt Originalglas. Die Dacheindeckung der Kirche wurde gegen verzinktes Blech umgetauscht, im Jahre 1965 hat man die Stationen des Kreuzweges mit neuen Gemälden ausgestattet (Autor: Ján Pleidell) und die ursprünglichen Blechmalereien im Interieur der Kirche untergebracht. Im Jahre 1970 realisierte man eine radikale Reparatur des Außenraums der Kirche und heutzutage ist ihre komplexe Renovierung im Gang.

Jaroslava Žuffová – Marta Švolíková
Die Synagoge in Levice
Die Juden werden in Levice erst anfangs des 18. Jahrhunderts erwähnt, obwohl wir ihre Anwesenheit hier schon früher annehmen können. Innerhalb einer breiteren Region werden sie in schriftlichen Quellen bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Der Aufenthalt und das Ansässigwerden der Juden wurden seit 1691 durch kaiserliche Verordnungen beschränkt. Diese Maßnahmen sollten die Bergbaustädte und ihre Umgebung vor jüdischen Händlern schützen. Seit dem Jahre 1836 begannen sich in Levice die meistens aus der Westslowakei ankommenden Juden niederzulassen. Ihre Kirchengemeinde gründeten sie im Jahre 1840. Ein Jahr vorher (1839) erwähnte man in schriftlichen Quellen, dass die ortsansässigen Juden ein Bethaus hätten. Es war aber keine Synagoge, sondern nur ein zu gottesdienstlichen Zwecken umgestaltetes Haus.
Die erste Synagoge haben die Juden im Jahre 1853 beziehungsweise 1854 gebaut (die Angaben haben wir nur aus der Literatur). Auf einer Karte aus dem Jahre 1860 sieht man ein dreiflügeliges Mauergebäude, das von drei Seiten aus von engen Straßen eingeschlossen ist. Die östliche Straße befand sich an der Stelle eines ursprünglichen Bachs. Die erste Synagoge in Levice war kein Solitärbau, wie es bei ihrer heutigen Nachfolgerin der Fall ist, sondern war baulich mit zwei anderen funktionsverwandten Bauobjekten verbunden, vielleicht mit einer Schule und einem rituellen Tauchbad. In der Mitte des 19. Jahrhunderts haben in Levice ungefähr 160 Juden gelebt. Wegen der anwachsenden Zahl der Mitglieder der jüdischen Kirchengemeinde (im Jahre 1880 waren es 903) hat die Synagoge den Bedürfnissen nicht mehr genügt und deswegen entschied man sich im Jahre 1883, eine neue und größere zu bauen, die bis heute noch steht. Die neue Synagoge verfügte über 400 Sitzplätze.
Über den Bau eines neuen Tempels und einer Schule mit der Wohnung des Schulhausmeisters wurde am 4. Februar 1883 entschieden. Für die Erbauung der neuen Synagoge musste die Gemeinde ein Darlehen aufnehmen, das sie dann in einem Jahr abgezahlt hat. Auf einer Karte aus dem Jahre 1889 ist die heutige Synagoge, die das ursprüngliche dreiflügelige Gebäude ersetzte, als ein selbständiges Objekt abgebildet. Ihr Autor war der Bauer Gustáv Šišák aus Kalná nad Hronom. Es handelte sich um ein rechteckiges Gebäude, dessen Wände mit flachen Pilastern rhythmisiert waren. Das Interieur besteht bis heute aus einem Schiff mit Frauentribünen und zwei erhöhten Podien (Bima) – einem in der Mitte und dem anderen beim Toraschrein. Die Wandmalereien stammen aus zwei Stilperioden; im ganzheitlichen Zustand und ohne Übermalungen blieb nur die ursprüngliche Ausmalung des Gewölbes aus dem Jahre 1883.
Die Synagoge diente ihrem Zweck bis zum Jahre 1967, als sie zu einem Möbellager umgestaltet wurde. Die Union der jüdischen Kirchengemeinden verkaufte sie an den Staat. Seit dem Jahre 1991 befindet sie sich im Besitz der Stadt und gegenwärtig wird sie mit Unterstützung der EU-Fonds renoviert.

Ingrid Kušniráková
Die Trnavaer Klarissinnen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Das Trnavaer Klarissinnenkloster befand sich am Südteil der Stadtbefestigung am Ende der Kapitulská-Straße. Das Gebäude hatte die Fundamente aus dem Mittelalter, im Laufe der Jahrhunderte ist es jedoch mehrmals komplett rekonstruiert worden; die letzte Rekonstruktion hat man in der Mitte des 18. Jahrhunderts durchgeführt. Dank der damaligen Äbtissin Klara Berényi wurden die existierenden Räumlichkeiten renoviert und der sogenannte Adelstrakt (tractus nobiliores) gebaut. Die Kirche wurde ebenfalls renoviert und ihr Interieur erlangte einen barocken Charakter, der teilweise bis heute erhalten blieb. Das Kloster hatte einen rechteckigen Grundriss. Wegen dem unebenen Gelände war der vordere (neuere) Teil des Gebäudes dreistöckig und der hintere (ältere) Trakt nur zweistöckig. Bei der Südwand befand sich in der Nachbarschaft der Kirche ein dem Kloster zugehöriger Meierhof und mehrere Gebäude, in denen die Dienerschaft und die Verwalter der Klostergüter gelebt haben. Zum Areal des Klosters gehörte auch ein Garten mit Obstbäumen, der von den Klarissinnen zur Erholung und Unterhaltung benutzt wurde.
Das Kloster betrat man durch ein Metalltor, hinter dem sich ein geräumiges Atrium befand. Der Kreuzgang auf der rechten Seite führte zu Lagerräumen zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, die vor allem aus Klostergrundstücken stammten. In diesem Teil des Erdgeschosses befanden sich auch Räume, wo Brot gebacken, Gemüse und Obst konserviert und Butter und Milch hergestellt wurden. Zu diesem Trakt gehörte auch ein Getreidespeicher mit Weizen, ein Weinkeller und einige Lager mit Holz zum Heizen und Kochen.
Links von dem Haupttor befand sich ein Trakt, den die Klosterbewohnerinnen vor allem zur Kommunikation mit der Außenwelt benutzt haben. Der Orden verpflichtete die Klarissinnen zu strenger Einhaltung der Klausur, deswegen konnten sie die Personen von draußen nur in einem sehr beschränkten Umfang und unter Beaufsichtigung von beauftragten Schwestern kontaktieren. Für den Besucherempfang diente das Parlatorium, ein Raum, in dem die Besucher von den Klosterbewohnerinnen durch Gitter abgetrennt waren. Den Kontakt zur Welt hatten die Nonnen auch dank einem Drehfenster in der Wand (Rota), durch welches kleine Gegenstände herein- oder herausgeschickt werden konnten.
Im zentralen Teil des Klosterkreuzgangs befand sich das Refektorium, ein großer Raum mit zwei Türen und sieben großen Fenstern. Die Gewölbe waren mit Malereien geschmückt, an den Wänden hingen Heiligenbilder. Neben dem Refektorium war die Küche, von wo man das Lager mit Küchengeräten betreten konnte. Vor diesem Raum befand sich die Tür zum Keller, wo Gemüse und Holzbottiche mit Wasser für die Fische gelagert waren. Auf der anderen Seite des Refektoriums befand sich eine Kammer, die zum Infirmarium gehört hat. Darin wurde das Material für die Krankenbehandlung aufbewahrt – Heilkräuter, Öle usw. Kranken Nonnen waren drei Räume zugeteilt, das große, kleine und Sommer-Infirmarium. Von dem großen Infirmarium führte eine Doppeltür zu der benachbarten Kapelle, so dass die kranken Nonnen der Messe direkt aus ihren Betten folgen konnten. In der Kapelle befand sich ein Altar des Heiligen Kreuzes und an seinen Seiten zwei große Gemälde.
Einen unentbehrlichen Teil des Klosterkomplexes bildete die Kirche. Die Nonnen durften sie aber wegen der Einhaltung der Klausur nicht besuchen. Für sie war nur die innere Empore gegenüber dem Hauptaltar im ersten Geschoss des Klosters bestimmt, die von dem Kirchenraum durch ein vergoldetes Metallgitter abgetrennt war. Im Kloster befanden sich außer den Nonnenzimmern, dem Beichtraum und der inneren Empore auch einige Kapellen. Heutzutage findet man in Räumlichkeiten des ehemaligen Klarissinnenklosters die Dauerausstellungen des Westslowakischen Museums in Trnava.

Alexandra Kusá
Der Architekt und sein Haus
Im Frühling 2010 wurde die ehemalige Privatvilla des Architekten Dušan Jurkovič in Brno nach einer komplexen denkmalpflegerischen Renovierung wieder zugänglich gemacht. Unter der Kuratel der Mährischen Galerie in Brno hat man zwei grundlegende Schritte unternommen, und zwar eine denkmalpflegerische Renovierung des Gebäudes und die Festlegung seiner neuen Funktion. Die Renovierung und öffentliche Zugänglichmachung ähnlicher Bauten ist in der Tschechischen Republik nicht vereinzelt. Rein in Brno gibt es sogar mehrere solche Bauobjekte (einschließlich der Villa Tugendhat, die von dem Architekten Mies van der Rohe entworfen wurde), in Prag ist es z. B. die Villa Loos, nur in der Slowakei müssen wir auf eine solche Tat noch warten. Der Architekt Dušan Samuel Jurkovič (1868 – 1947), dessen Werk auch in einem breiteren mitteleuropäischen Umkreis resoniert, baute für sich in Brno seine eigene Villa, in der er auch einige Jahre lang gelebt hat, bis er im Jahre 1919 in die Slowakei umzog. Die Villa war etwas mehr als nur ein Privatheim. Von Anfang an sollte sie auch die Denk- und Schaffungsweise des Architekten präsentieren. Schon damals diente einer ihrer Räume als Ausstellungssaal. Nachdem die Villa fertiggebaut war, wurden sogar alle ihre Räume als eine Manifestation des Werkes des Architekten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Laufe der Jahre änderte die Villa mehrmals ihren Besitzer, aber niemals die Funktion; im Jahre 1963 wurde sie zum Kulturdenkmal erklärt.
Die Mährische Galerie erwarb das Gebäude im Jahre 2006, als es von dem Kulturministerium der Tschechischen Republik gekauft wurde, und die Rekonstruktion realisierte man mit Unterstützung der sogenannten Norwegischen Fonds. Die Mährische Galerie hat von Anfang an eine Strategie des Gebäudes durchgesetzt, in der es nicht nur als ein galeristisches Objekt betrachtet wurde, sondern als etwas, was die Erhaltung und Präsentation eigener kunsthistorischer sowie kulturgesellschaftlicher Aktivitäten verdient. Hier sieht man eine gewisse Parallele mit der Nutzungsweise des Geburtshauses von Josef Hoffmann in Brtnice, das sich in gemeinsamer Betreuung von der Mährischen Galerie und des MAK Wien befindet. Die beiden Dauerausstellungen wurden von der Kuratorin Martina Lehmannová vorbereitet, die sich im Laufe dieser beiden Projekte zu einer etablierten Spezialistin in frühmoderner Architektur und angewandter Kunst hochgearbeitet hat.
Der Öffentlichkeit dient außer der Dauerausstellung auch das Forschungszentrum von Dušan S. Jurkovič, das neben den Dokumenten zur Rekonstruktion auch eine Bibliothek für moderne Architektur und eine Datenbank der Werke des Architekten Dušan Jurkovič in Digitalform umfasst. Die letztere wurde in Zusammenarbeit der Mährischen Galerie mit dem Slowakischen Nationalarchiv und der Slowakischen Nationalgalerie aufgebaut. Viele Materiale sind auch online verfügbar (http://www.moravska-galerie.cz/jurkovicova-vila).

Jozef Tihányi – Michaela Haviarová – Dušan Buran
Mittelalterliche Wandmalereien in Modra
Im Sommer 2011 realisierte man in der Kirche der Geburt des Hl. Johannes des Täufers in Modra (unweit von Bratislava) eine architektonisch-historische, kunsthistorische und restauratorische Untersuchung. Und obwohl sie noch nicht definitiv beendet wurde, ist der wichtigste Befund bereits zutage gekommen: im Kirchenschiff entdeckte man eine umfangreiche und mehrschichtige mittelalterliche malerische Ausschmückung. Die Kirche repräsentiert das älteste erhaltene Baudenkmal in Modra. Das polygonale Presbyterium, die Stützpfeiler, das gotische Portal und die gotischen Fenster in der Südwand haben schon vor der Erforschung der Kirche ihre mittelalterliche Herkunft angedeutet. In der Fachliteratur datierte man den Bau gewöhnlich in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Seit ihrer Entstehung erlebte die Kirche mehrere Umbauten, die sich vor allem im Interieur auswirkten, aber die Vorstellung von ihrem ursprünglichen Aussehen war bis zu der obengenannten Untersuchung nur nebelhaft. Mit der Ausnahme der zugemauerten Pastoforium-Nische blieb der mittelalterliche Wandputz im Presbyterium nicht erhalten, man konnte ihn jedoch auf größeren Flächen an vielen Stellen im Kirchenschiff erfassen. An der nördlichen und teilweise auch südlichen Wand des Schiffs und an den Seiten des Triumphbogens sind Figuralszenen mit deutlicher roter Linie auf hellem Untergrund gemalt. Einige in helleren roten oder grauen Farbtönen lokal kolorierte Flächen deuten an, dass die heute so dominante Zeichnung ursprünglich die letzte Stufe der Verzierung darstellte. Bezüglich der Ikonographie liefert die Untersuchung nur teilweise Antworten. An der Nordwand des Kirchenschiffs konzentrieren sich Szenen aus der Passionsgeschichte. Man identifiziert hier klar die Judenmenge (aus der Szene Gefangennahme Christi? Ecce homo?), die Geißelung Christi und vor allem die Gruppe der Kreuzigung, die um zwei am Kreuz kniende weltliche Figuren – vielleicht das Donatorenpaar – erweitert ist. Auf der Südseite der Ostwand des Kirchenschiffs konnte man das Fragment eines Pferdes mit Reiter entdecken. Gestört wurde diese Szene durch den Einbau eines Gewölbes an der Wende zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert und durch die Erweiterung des Triumphbogens beim Umbau des Presbyteriums im Jahre 1763. An der Nordwand, zwischen den obengenannten Passionsszenen und der Kreuzigung, entdeckte man in den Probeschnitten eine große Gestalt mit Krone und Heiligenschein.

Martin Besedič
Die Erzeugnisse aus Špania Dolina im Slowakischen Nationalmuseum – Historischen Museum
Einen bedeutenden Anteil an der Akquisitionstätigkeit des Slowakischen Nationalmuseums – Historischen Museums in den Jahren 2009 und 2010 repräsentierte die Akquisition der Slovacica, ausgehend von der Kulturpolitik der Regierung der Slowakischen Republik und des Kulturministeriums der Slowakischen Republik im Bestreben, das slowakische Kulturerbe im Ausland aufzusuchen und zu retten.
Auf diese Weise konnte man die Sammlungsbestände des Historischen Museums um eine außergewöhnlich wertvolle Kollektion von 24 Kupferbechern und dekorativen Gegenständen aus Špania Dolina bereichern. Diese repräsentiert ein Zeugnis über die glorreiche Periode des Kupfererzbergbaus in Banská Bystrica und in den umliegenden Bergbaugemeinden. In den Jahren 1620 – 1820 wurden die Erzeugnisse der Bergmänner und Goldschmiede aus Špania Dolina (Herrengrund), Ľubietová und Banská Bystrica zu einem begehrten Souvenir in Ländern der habsburgischen Monarchie und im deutschen Kulturmilieu. Sie sind aus dem sog. Zementkupfer gefertigt – einer Substanz umhüllt von dem Geheimnis der Herstellung von Kupfer durch Fällung auf Eisen aus Grubenwässern, die in der Slowakei bereits am Ende des 15. Jahrhunderts bekannt war. Grubenwässer, die durch die Chalkopyrit-Lagerstätten in Špania Dolina fließen, begannen schon seit dem Jahre 1605 ausgenutzt zu werden, als man feststellte, dass sie die Fällung von Kupfer auf Eisen verursachen, genauso wie die Grubenwässer in Smolník. Auf diese Weise erhaltenes granuliertes Kupfer war dank seiner Feinheit zur Herstellung von Bechern und anderen dekorativen Gegenständen geeignet. Der erste bekannte datierte Gegenstand in der Slowakei ist ein halbkugelförmiger Becher aus dem Jahre 1640 aus Sammlungen des Mittelslowakischen Museums in Banská Bystrica. Die Herstellung dieser Souvenirs hatte von Anfang an den Charakter einer volkstümlichen, oft sehr einfachen und naiven Produktion der Bergmänner und bildete eine Ergänzung ihres Lebensunterhalts. Anhand der Amateurausführung der gravierten Verstexte darf man annehmen, dass sie auch die Inschriften selbst graviert haben. Die meisten Inschriften waren in deutscher Sprache, was dem Sprachumfeld von Špania Dolina und den anderen berg- und hüttenmännischen Siedlungen in der Umgebung von Banská Bystrica entspricht. Neben deutschen Inschriften kommen auf den Bechern vereinzelt auch lateinische und seltener auch slowakische Inschriften vor. In der neuerworbenen Sammlung des Historischen Museums begegnen wir ausschließlich deutschen Inschriften. Typologisch handelt es sich um Doppelbecher, bzw. Fassbecher, halbkugelförmige Becher, Tassen mit Untertassen, dekorative Schalen und Dosen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und dem Anfang des 19. Jahrhunderts.

František Bizub
Bergbau und Hüttenwesen in Malužiná
Die Oberliptauer Gemeinde Malužiná befindet sich im unteren Teil des Boca-Tals. In dem Bocianka-Bach, der das Tal in den östlichen und den westlichen Teil aufteilt, wurde vermutlich bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts Gold gewaschen. Der Edelmann Bohumír, dem der Westteil des Tals seit 1263 gehört hat, erwarb im Jahre 1287 vom König Ladislaus IV. das Recht, in Bocianka Gold zu waschen. Dieses Gebiet und das Erzgewinnungsrecht (außer Gold gewann man hier auch Silber, Kupfer, Blei, Antimon und Eisen) übergingen später an Bohumírs Nachkommen, die Landedelmänner aus Svätý Ján (später Liptovský Ján). Im Jahre 1546 hat der König Ferdinand I. sämtliche königliche Bergwerke in der Mittelslowakei der kaiserlichen Niederösterreichischen Kammer in Wien untergeordnet, die sie dann mittels der Bergbaukammer in Banská Bystrica (Neusohl) verwaltet hat. Das Gebiet auf dem rechten Ufer des Bocianka-Bachs war im 16. Jahrhundert im Besitz der Landadelfamilie Lehotský, die ausreichende Einkommen aus dem Holzhandel hatte und brauchte es nicht, Bergwerke zu gründen. Der Liptauer Gerichtsstuhl hat ihr die Wälder im Jahre 1629 abgenommen und sie dem Burggut Hrádok zuerkannt. Die kaiserliche Hofkammer hat dieses Landgut im Jahre 1731 seinem letzten Besitzer Emanuel Liechtenstein abgekauft und verwaltete es dann mittels der Kammer von Hrádok und seit 1762 der Kammer von Likava und Hrádok.
Das Eisenerz im Malužiná-Tal begann von der Kammer von Likava und Hrádok in der Mitte des 18. Jahrhunderts gefördert zu werden. Bis heute blieben hier Abbauspuren und Überreste der Abraumhalden erhalten. Die Bergleute, die in den Bergwerken Široká, Zadná hoľa und Homôlka Siderit und Hämatit abgebaut haben, lebten in der Bergbausiedlung Široká, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts gegründet wurde. Sie war die höchstgelegene Bergbausiedlung in der Slowakei. Später sind im Malužiná-Tal die Bergleute aus den Schemnitzer Bergen angekommen und die Ansiedlung Široká wurde zu Hodruša umbenannt.
Für die Zwecke der Erzverarbeitung baute die Kammer von Likava und Hrádok im Jahre 1767 10 km von der Siedlung Široká eine Eisenhütte und ein Hammerwerk. Um diese zwei Bergbauanlagen herum begann die Siedlung Malužiná aufzuwachsen. Im Jahre 1780 waren in der Eisenhütte und dem Hammerwerk in Malužiná insgesamt 114 Arbeiter angestellt. Im Jahre 1788 baute die Wiener Hofkammer in Malužiná für die Zwecke der Wald-, Bergwerk- und Hüttenverwaltung, des Bergbaugerichts und der Wohnungen für die Beamten ein zweistöckiges Mauergebäude – den Kammerhof. Anfangs des 19. Jahrhunderts ist der Pulverturm dazu gekommen, der bis heute am oberen Ende des Dorfes steht. An der Stelle, wo bis 1807 ein Teil der Eisenhütte stand, baute man im Jahre 1840 eine Glashütte (Vitraria Maluzsina). Darin wurden gegossenes Tafelglas, geschliffenes oder glasiertes Hohlglas und Flaschen hergestellt.

Ivan Mrva
Organisation des Pressburger Hafens am Ende des 18. Jahrhunderts
Verschiedenartige Schiffe haben schon seit ältesten Zeiten die Stadt Bratislava durchschwommen. Viele von ihnen sind an ihren Ufern auch vor Anker gegangen, um hier die Ware ab- oder aufzuladen. Im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt eine heftige Entwicklung und es war nötig, den Frachthafen strenger zu organisieren. Deswegen haben die Stadt- und Stuhlbehörden in den 1780ern auf dem Donauufer eine Anlandungs- und Ankerungsordnung eingeführt. Das Donauufer von dem alten Judenfriedhof, der sich im Raum des heutigen Straßenbahntunnels erstreckte, bis zum Donauknie im Ostteil der Stadt wurde in neun Sektoren aufgeteilt. Jeder von ihnen war mit großen Holztafeln mit römischen Zahlen gekennzeichnet. Die Tafeln waren mit dem Stadtzeichen versehen, aber im Raum der Vorburg (Zuckermandel) befand sich auf drei von ihnen (II., III., IV.) auch das Familienwappen der Pálffys, denn sie waren Erbbesitzer des Pressburger Burggutes und somit auch der Vorburg. Im Jahre 1787 hat der Geometer Mikuláš Makay eine Übersichtskarte der neuen Regulierung des Pressburger Hafens erarbeitet. Das einzige Exemplar der schön kolorierten Manuskriptkarte mit den Ausmaßen von 42 x 28,5 cm erhielt sich in der Kartensammlung des Statthalterrates im Ungarischen Landesarchiv in Budapest unter der Signatur S. 12 Div. XIII. Nro. 119. Die Karte ist deutsch, im Maßstab 1:14 400 erarbeitet und trägt den Titel Plan der Schiff Anländung K. K. Freistadt Pressburg. Die übersichtliche Kartenlegende macht es möglich, sich mit der Organisation des Pressburger Hafens und dem Charakter des Schiffsverkehrs vor mehr als zwei Jahrhunderten tiefer vertraut zu machen.